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DANKE

Wer glücklicher Halter eines Friesen ist, möchte sicherlich seine "schwarze Perle" auch gepflegt und chic in der Öffentlichkeit präsentieren können.

Mich erfüllt es wirklich immer mit ein wenig Stolz, wenn ich von anderen auf den guten Pflegezustand meiner Stute Barbie angesprochen werde. Geregelt passiert es im Wald oder auf der Landstraße, daß Fahrradfahrer anhalten, absteigen und mich darum bitten, dieses Pferd einmal streicheln zu dürfen.

Und ich bin davon überzeugt, daß auch ein gepflegtes Pferd sich in seiner Haut viel wohler fühlt. Aber die richtige Pflege bezieht sich nicht nur auf die Arbeit mit Striegel und Kamm, sondern setzt viel früher ein: Bei der Haltung. Dadurch, daß Friesen relativ robust sind, kann man Friesen sowohl im Offenstall als auch tags auf der Weide, nachts in der Box halten. Obwohl Pferde in Offenstallhaltung bestimmt sehr glücklich sind, finde ich die Haltung nachts in einer geräumigen, sauberen Box, dick mit Stroh eingestreut und täglich gemistet sinnvoller, zumal die Kontrolle der Futteraufnahme bei Herdenhaltung im Offenstall erschwert ist.

Hat jedes Pferd seinen eigenen Trog, kann man viel gezielter füttern und Zusatzpräparate verabreichen. Man weiß sicher, ob jedes Pferd gefressen hat oder nicht.

Offenstallhaltung auf Weiden mit Baumbestand oder rauhen Holzpfosten zur Einzäunung lassen schnell den Traum eines gepflegten Friesen zerplatzen. Die Tiere scheuern sich unter Umständen an der Baumrinde oder den Pfosten, was das Langhaar schnell ruiniert. Und das kann man durch Pflege nicht wieder reparieren.

Offenstallhaltung ist also maximal etwas für Pferdehalter mit sehr viel Zeit und Idealismus, wenn es um den perfekten Glanz ihres Tieres geht oder regelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen in der Öffentlichkeit geht. Natürlich ist der Aufenthalt im Freien mit Artgenossen ein sehr wichtiger Aspekt, damit jedes Pferd glücklich ist.

Und Pferde, die täglich gründlich geputzt werden, haben natürlich weniger das Bedürfnis, sich im Sand zu wälzen oder Schlammbäder zu nehmen. Zweifellos gehört das regelmäßige Sandbad zum Leben eines Pferdes unbedingt dazu, aber meine Stute vesucht nicht, im Winter, wenn sie eingedeckt tagsüber auf der Koppel steht, möglichst viel Sand zwischen ihren Körper und der Winterdecke zu bringen. Und dadurch, daß sie eingedeckt ist, wächst das Fell auch nicht so stark, daß man die Flecken fast nicht mehr herausbekommt.

Aber auch mit guter und sauberer Haltung alleine ist es nicht getan. Die Sache mit der angemessenen Unterbringung ist die eine, die entsprechende Fütterung das andere Grundelement für Pflege und gute Präsentation.

Nun haben wir das große Glück hier am Niederrhein, daß die Friesen hier das Klima von Natur aus gewohnt sind, und nicht wie andere Rassen (z.B. Norweger, Haflinger usw.) zu Haut- und Futterproblemen neigen. Im Gegenteil, es sind sehr leichtfuttrige Pferde. Das heißt - mit verhältnismäßig wenig Futter kommen die Friesen im allgemeinen aus. Sie brauchen keine großen Mengen Eiweiß als Baustein. Im Gegenteil. Viel gutes Heu, Weidegang, mäßige Kraftfuttermengen, Mineralstoffe und kurz vor der Haarung für einige Wochen zusätzlich etwas Lein- bzw. Distelöl bewirken schon kleine Wunder.

Regelmäßiges Impfen und Entwurmen muß selbstverständlich sein. Wenn Sie Ihre "Schwarze Perle" noch dazu regelmäßig bewegen, werden Sie recht wenig Gesundheitsprobleme bei Ihrem Pferd haben. Gesunde Pferde leiden auch meistens nicht so so schnell zum Parasitenbefall. Aber für alle Pferde mit üppigem Kötenbehang (Friesen, Shire horses, Tinker u.a.) gilt die besonders gründliche Reinigung der Haarpracht von Schmutz, Staub, Schweiß oder Haut - absonderungen oder die vollständige Trocknung derselben, um z. B. Mauke (nässendes Ekzem in der Fesselbeuge) vorzubeugen.

Da das Gewicht unserer Pferde praktisch auf 4 handflächengroßen Punkten ruht, nämlich den Hufen, versteht es sich von selbst, daß wir da auch besonders drauf achten müssen, daß die Hufe gepflegt und sauber sind. Es kann natürlich auch bei bester Pflege passieren, daß ein Beschlag einmal nicht richtig hält. Da ist dann der Hufschmied gefordert, schnell für Abhilfe zu sorgen. Ebenso können Teile aus der Hufwand ausbrechen, so daß die professionelle Arbeit eines Hufschmiedes nötig ist. Hufe sind täglich auf ihren Zustand zu kontrollieren und zu säubern.

Mit einem praktischen Hufkratzer entfernt man alle Rückstände im Strahl, mit einer Bürste kann man nachhelfen und auch den Huf von außen säubern, falls nötig.

Gewöhnen Sie ihren Friesen von klein auf daran, artig und ausreichend lange den Huf zu geben, damit Sie alles in Ruhe säubern und den Kötenbehand kämmen können.

Wenn später die Putzarbeiten am Pferdekörper abgeschlossen sind, kann man den Huf nochmals mit Wasser anfeuchten und anschließend mit etwas Huffett einpinseln.

Wie aber nun " Haut und Haare" sprich das Langhaar und das Deckhaar richtig und effektiv säubern?

Obwohl wir Friesenhalter Pferde wie aus dem Märchen haben, brauchen wir keinen Zauberstab sondern vernünftiges Handwerkszeug zum Putzen:

  • 1 Schwamm fürs Gesicht
  • 1 Schwamm für Euter, Schlauch, After
  • 1 weiche Bürste fürs Gesicht
  • 1 Gummistriegel
  • 1 große Kardätsche
  • 1 Wurzelbürste für die Hufe
  • 1 Mähnenkamm
  • 1 Schaffellhandschuh
  • evtl. Mähnengummis zum Einflechten
  • Mähnenspray
  • 1 Schweißmesser
  • Feuchtreinigungstücher
  • Shampoo
  • Huffett mit Pinsel

Sprechen Verschmutzungsgrad und Witterung dafür, steht einem Vollbad Ihres Friesen nichts im Wege.

Bitte arbeiten Sie möglichst mit warmem Wasser und keinem allzuharten Strahl. Ein Wasserstrahl hat im Gesicht des Pferdes nichts zu suchen. Bitte binden Sie Ihr Pferd beidseitig an, damit kein Unglück geschieht. Es versteht sich von selbst, daß es nicht an offene Boxentüren oder möglicherweise wegrollenden Anhängern angebunden werden darf. Fangen Sie beim Waschen langsam von unten an und arbeiten Sie sich nach oben vor. Nehmen Sie sich Zeit. Halbherziges Waschen in "Hopp-Hopp-Geschwindigkeit" nützen nichts. Oft reicht es, den Körper nur mit klarem Wasser abzuwaschen, Mähne und Schweif sollten aber geregelt shampooniert werden, insbesondere wenn bei Stuten die Rosse im Schweif klebt. Da hilft kein Kamm und kein Mähnenspray, sondern nur eine Wäsche. Arbeiten Sie behutsam, rubbeln Sie nicht allzu fest, sondern drücken Sie das Langhaar lieber mit dem Shampoo sauber. Es wäre schade um die ausgerissenen Haare.

Das Gesicht feuchten wir nur mit einem Schwamm an und trockenen es ab. Ich verwende gerne dazu sonst auch Feuchtreinigungstücher, wie sie fürdie Babypflege geregelt Verwendung finden.

Ist das Pferd gründlich gewaschen, ziehen Sie das überschüssige Wasser mit einem Schweißmesser ab. Hinterher können Sie das Pferd bei schönem Wetter an der Sonne trocknen lassen, oder abtrocknen und unter das Solarium stellen, bis es trocken ist. Alternativ kann man natürlich auf föhnen, aber das dauert recht lange.

Sollte ein Bad nicht nötig oder nicht möglich sein, wird ganz normal geputzt: Mit Gummistriegel und Kardätsche.

Am Kopf und an den Beinen liegt die Haut direkt auf den Knochen auf, dort also bitte vorsichtig arbeiten, es tut dem Pferd sonst leicht weh. Mit leichtem Druck und kreisenden Bewegungen geht es zunächst um die Beseitigung des groben Schmutzes.

Anschließend arbeitet man mit der Kardätzsche von vorn nach hinten mit langem Strich und kurzen Pausen.

Nachdem die linke und die rechte Seite und der Bauch durchgearbeitet sind, geht es an die Beine, auch an die Innenseiten.

Nach der gründlichen Reinigung kann man das Pferd nochmals kurz mit Feuchtreinigungstüchern oder einem Schaffellhandschuh abreiben. Dann glänzt alles richtig.

Bei Hensten kann der Schlauch gut mit Babyöl gereinigt werden. Ebenfalls wische ich kurz mit einem Feuchtreinigungstuch um die Augen, mache die Nüstern sauber und wische das Maul ab.

Nun geht es an die Pflege des Langhaares.

Mähne und Schweif müssen täglich gereinigt und von Verschmutzungen befreit werden. Es ist jammerschade, wenn die üppige Haarpracht mangels Pflege leidet.

Mit den Fingern entfernt man vorsichtig groben Schmutz wie Ästchen, Blätter usw.

Die Verwendung von Mähnenspray ist sehr empfehlenswert, weil sich Verunreinigungen leichter entfernen lassen bzw. gar nicht so stark entstehen. Außerdem lassen sich die Langhaare wesentlich besser kämmen. Und denken Sie daran: Es dauert ungefähr 3 Jahre, bis der Schweif auf kompletter Länge nachgewachsen ist, vielleicht auch länger.

Schweif und Mähne werden normalerweise von Hand verlesen. Dazu nimmt man etwa 10 bis 20 Haare in die eine Hand und zieht sie mit der anderen Hand vorsichtig auseinander.So arbeitet man sich Strähne für Strähne weiter vor. Verlesen braucht allerdings nicht täglich zu sein. Hin und wieder kann man das Langhaar auch vorsichtig kämmen, aber bitte nicht täglich. Dann leidet es doch zu sehr. Im Sommer gebe ich gerne in die Haaspitzen etwas Babyöl, um evtl. Haarbruch durch die starke Sonneneinstrahlung vorzubeugen.

Ob man anschließend bei seinem Friesen die Mähne offen lässt oder einflechtet ist eine Sache des persönlichen Geschmacks. Im Sommer macht es natürlich Sinn, das Haar nicht einzuflechten, weil die Mähne eigentlich da ist, um sich gegen Fliegen zu wehren. Im Winter eingeflochten leidet das Langhaar aber nicht so sehr unter Regen und Kälte und lässt sich leichter sauber halten. Außerdem bricht es eingeflochten nicht so schnell ab. Sehr chic sieht es sonst auch aus, wenn es für einen Tag eingeflochten war und man dann den Bauernzopf (oder französischen Zopf) öffnet und die Mähne noch einmal etwas durchkämmt. Es liegt dann sehr locker und leicht wellig.

Alle paar Wochen schneide ich meiner Stute an manchen Körperstellen ungewünschte Haare ab:

Das ist einmal an den Poobacken unter dem Schweif, im Winter wächst es da schneller.

Ebenfalls entferne ich die unregelmäßigen Haare, die oberhalb vom Kötenbehang wachsen. Dadurch wirken die Füße viel puscheliger und die Beine sehen gepflegter aus. Manchmal muß ich auch längere Haare entfernen, die aus den Ohren herauswachsen.

Auch die langen Haare zwischen Kinn und Ganasche schneide ich geregelt ab. Aber Vorsicht: Die langen Haare unter und seitlich vom Maul bitte nicht entfernen, weil es Tasthaare sind. Hin und wieder schneide ich unten den Kötenbehang nach, bevor sich das Pferd darauftritt, ebenso mache ich es mit dem Schweif.

Dazu stelle mich unterhalb der Schweifrübe hin, lege mir den Schweif über die Schulter, fahre mit der Hand gegen das Schweifende, halte dabei aber alle Haare fest und schneide am unteren Ende die Spitzen stumpf ab.

So gepflegt, gesattelt und aufgetrenst macht das Reiten gleich doppelt so viel Spaß.

Ihre Helma Rädeker

 

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